Pfarre Cyrill & Method | Gedanken am 24.03.2020 – Ruf zur Umkehr
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Gedanken am 24.03.2020 – Ruf zur Umkehr

Gedanken am 24.03.2020 – Ruf zur Umkehr

“Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.” (Jn 5,14)

Einige würden das Coronavirus als Strafe Gottes wegen Sünden der Menschen. Die Idee, dass Krankheit göttliche Strafe für Sünde sei, lehnt Jesus ab. Im 9. Kapitel des Johannesevangeliums, die Stelle die am vergangenen Sonntag gelesen wurde, sagt Jesus z.B. zu Frage warum ein Mann blind geboren ist, “Weder dieser Mann noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.” Hier dient die Krankheit der Offenbarung Gottes Wirken (durch die wunderbare Heilung). Jesus deutet aber Katastrophen wie auch gelittene Ungerechtigkeit als einen Aufruf zur Umkehr und zum Umdenken. (Lk 13,1-5)

In der ORF-Pressestunde am Sonntag, hat Kardinal Schönborn auch in diesem Sinne die Hoffnung ausgesprochen, “dass es zu einem Umdenken in Wirtschaftsfragen, aber auch im jeweils eigenen persönlichen Lebensstil kommen wird”… “Muss man über das Wochenende nach London zum Shoppen fliegen? Muss man Weihnachten auf den Malediven verbringen? Muss man Luxuskreuzfahrten mit 4.000 Menschen auf einem Schiff machen? Müssen täglich 200.000 Flugzeuge in der Luft sein?”

Es geht darum, nicht nur die uns Menschen möglichen Maßnahmen zu setzen, um Leid und Krankheit zu verhindern, sondern dazu auch das Ganze aus der Perspektive des Glaubens und der christlichen Hoffnung zu sehen. Wir haben die Glaubensgewissheit, Gott lässt uns nicht allein, und bei denen, die ihn lieben, führt er alles zum Guten. (Röm 8,28) Auch duch Umdenken und Änderungen, die von einer Pandemie und seinen Folgen ausgelöst werden.

Lesenwertes dazu: Regina Pollak, “Die zehn Plagen: Strafe Gottes oder Chance zur Umkehr?

Bericht über die ORF-Pressestunde mit Kardinal Schönborn auf der Seite der Erzdiözese Wien

1Kommentar
  • Heinz Hödl
    Veröffentlicht um 21:24h, 24 März Antworten

    Ich danke für diese klaren Worte. Vor allem die Ansicht, dass das Coronavirus als Strafe Gottes wegen Sünden der Menschen zu sehen sei, wird oftmals geäußert. Du sagst es sehr klar: „Die Idee, dass Krankheit göttliche Strafe für Sünde sei, lehnt Jesus ab. Dabei zitierst du das 9. Kapitel des Johannesevangeliums. Auch freut mich, dass du Kardinal Schönborn erwähnst, der am Sonntag ähnlich gesprochen hat. Zudem freut mich dein Hinweis auf den hervorragenden Artikel von Regina Pollak. Sie greift die biblischen Erzählungen als Deutungshorizonte für die aktuelle Corona-Pandemie auf. Sie fragt sich, ob die Heilige Schrift nicht doch auch gerade jetzt Sinn stiften, Hoffnung schenken und den notwendigen langen Atem stärken könnte. All dies benötigen wir in Österreich, Europa und weltweit für die nächsten Monate ziemlich dringend. Danke!

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