Pfarre Cyrill & Method | Gedanken am 20.03.2020 – Liebe und Glück
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Gedanken am 20.03.2020 – Liebe und Glück

Gedanken am 20.03.2020 – Liebe und Glück

Vieles hat sich in den letzten Tagen geändert, in Österreich und in vielen anderen Ländern. Wir haben vieles zurückfahren müssen, während in gewissen Bereichen (Spitäler, Lebensmittelversorgung, Personalabteilungen, Blaulichtorganisationen) alles auf Hochtouren läuft. Warum? In vielen Bereichen nehmen wir uns zurück, aus Liebe für die Menschen, um sie, wie auch uns selbst vor Ansteckung zu schützen. In anderen Bereichen wird fleißig und noch intensiver gearbeitet, ebenso aus Liebe zu den Menschen, die auch in Krisensituationen ihre Grundbedürfnisse haben.

Wenn die jetzige Situation ungewohnt und in mancher Hinsicht unbequem und ungewiss ist, können wir sie nützen, um uns darüber zu besinnen, was ist wirklich wichtig, was macht uns Menschen glücklich, was für ein Lebensstil ist wirklich sinnvoll?

Als ich von Zillingdorf nach Wien umgezuogen bin, habe ich einiges aussortiert, was ich nicht wirklich brauche, was vielleicht seinen Wert hatte, aber in seiner Gesamtheit zu viel war. Die kommenden Wochen können für uns alle eine Zeit des Umdenkens sein, im eigenen Haushalt, in unserem Land und in der globalen Welt. Vieles hat seinen Wert, ist es aber wirklich sinnvoll, die Wirtschaft auf Basis von grenzenlosen Wachstum stellen zu wollen? Müssen wir sofort in das Auto steigen und auf den Berg und zu Donau fahren, um uns zu bewegen und die Natur zu genießen? …

Jesus greift das Gesetz Mose auf und bestätigt: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft….Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.” (Mk 12,30-31) Können vielleicht die Ereignisse, die Änderungen, und die Sorgen dieser Tagen ein Anlass sein, diese Grundeinstellung in den Vordergrund zu rücken?

Es geht nicht um zu moralisieren, sondern um unser Glück, denn dazu hat Gott uns Gebote gegeben. Es geht um die Frage, was macht uns wirklich glücklich? Ist es der Skiurlaub, das Fliegen in ferne Ländern, die Möglichkeit, zu jeder Jahreszeit frisches Obst aus aller Welt zu bekommen, die Konzerte, usw.? Oder ist es nicht vielmehr die Aufmerksamkeit für- und Rücksicht aufeinander, der Zusammenhalt und Zusammenarbeit, alles, was in diesem kleinen Wort “Liebe” zusammengefasst wird?

Wir werden diese Zeit durchstehen, und wir werden vielleicht mit einer größeren Liebe zum Leben, zu den einfachen Dingen herauskommen, mit einer größeren Liebe zu Gott und unseren Mitmenschen, und ein stärkeres Bewusststein dafür, eigentlich ist das das Allerwichtigste.

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