Pfarre Cyrill & Method | Gedanken am 3.4.2020 – “normales Leben”
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Gedanken am 3.4.2020 – “normales Leben”

Gedanken am 3.4.2020 – “normales Leben”

Bei vielen wird der Wunsch nach einer Rückkehr ins “normale” Leben spürbar, auch bei mir. Es wäre aber schade, wenn wir die Chance vergeuden würden, wertvolles von dem außergewöhnlichen jetzigen Zustand mitzunehmen. Es ist sicher wert, da nachzudenken: Wenn wir zum “normalen Leben” zurückkehren, was könnten oder wollten wir von dem entschleunigten Leben mitnehmen? Mir fällt dazu ein:

  • Das Bewusstsein, dass wir alle Verantwortung füreinander tragen
  • Das Gespür dafür, dass auch die kleinen Dingen die wir tun und unterlassen von höchster Bedeutung sind
  • Das Wissen, dass unser Leben nicht in unserer Hand, sondern in Gottes Hand liegt
  • Die Fähigkeit, jeden Tag zu schätzen, der uns gegeben ist
  • Die Bereitschaft, uns für ein gutes Leben aller Menschen einzusetzen, und dafür auf manche Gewohnheiten und Bequemlichkeiten zu verzichten
  • Die Erfahrung, es geht auch ganz anders
  • Die Wertschätzung von den Beziehungen, die uns jetzt tragen, und bei denen der persönlicher Kontakt uns jetzt abgeht

Könnten wir nicht immer so leben? Mit so viel Verantwortung füreinander, so viel Solidarität und Hilfsbereitschaft, so stark ein Gespür für den Wunder, die Zerbrechlichkeit und das Geschenk des Lebens? Wir dürfen jedenfalls davon träumen und darauf hoffen.

Wir dürfen hoffen, wenn Sozialkontakte nicht mehr eingeschränkt werden müssen, dass wir mit ähnlicher Ernsthaftigkeit und Zusammenhalt viele andere Dinge angehen, die genau so bedeutungsvoll für Menschenleben sind: einen nachhaltigen Umgang mit der Natur, ein gerechter Umgang mit allen Ländern und Menschen, ein klare Priorisierung des würdevollen Menschenleben vor Gewinn, eine solidarische Weltgesellschaft die vielmehr auf gegenseitige Fürsorge als wirtschaftliche Überlegungen aufgebaut ist, usw.

1Kommentar
  • Regina Nonnis
    Veröffentlicht um 13:44h, 03 April Antworten

    Danke, Joseph für deine Gedanken zum “normalen Leben” nach der Krise!
    Ich würde es auch schön finden, wenn wir uns folgendes bewahren:
    * Das Bewusstsein bei österreichischen Händler*innen einzukaufen.
    * Österreich wieder als Urlaubsland zu schätzen.
    * Die Familie und Familientreffen als wertvoll zu erachten.
    * Unseren Lieben Zeichen der Liebe im Sinne von Berührung und Umarmung zu schenken.
    * Mit Weniger auszukommen.
    * Geduldiger zu sein und warten zu können.
    * Die Höflichkeit und Wertschätzung aller Berufsgruppen.

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