Pfarre Cyrill & Method | Gedanken am Dienstag 17.3.2020
18693
post-template-default,single,single-post,postid-18693,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,hide_top_bar_on_mobile_header,qode-content-sidebar-responsive,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-14.2,qode-theme-bridge,disabled_footer_top,wpb-js-composer js-comp-ver-6.3.0,vc_responsive

Gedanken am Dienstag 17.3.2020

Gedanken am Dienstag 17.3.2020

Das Leben des Einsiedlers – Social Distancing, Geistliche Leben und der Verzicht auf Gottesdienst

Viele von uns müssen jetzt viel mehr Zeit zuhause verbringen. Einige sind in Quarantäne, in anderen Fällen werden halt alle Treffen und Ausflüge oder auch die Arbeit ausgesetzt. Manches praktisches kann man erledigen, wie z.B. das Haus oder die Wohnung gründlich putzen, Hobbies kann man nachgegen.

Für viele, die Kraft in der Kirche und beim Gottesdienst tanken, fällt es schwer, auf den gemeinsam Gottesdienst zu verzichten. Da kann man sich sehr mit der Erzählung der heutigen Lesung sehr gut mitfühlen: “Wir haben in dieser Zeit… weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei dir.” (

Die Zwangspause, eine Wüstenzeit, bietet aber auch eine Chance. Es gibt mal Menschen, die auf Dauer als Einsiedler leben, um ihr Leben durch “strenge Trennung von der Welt” dem Gebet und dem Lob Gottes zu widmen. Auch wenn Gott uns nicht dazu berufen hat, auf Dauer als Einsiedler zu leben, dürfen wir uns von dieser Lebensweise inspirieren, die notwendige Trennung von verschiedenen Aktivitäten positiv zu nützen.

Sport, soziale Aktivitäten und Treffen sind abgesagt, wir dürfen uns aber noch mit Gott verabreden. Und uns wissen, auch ohne gemeinsamen Gottesdienst, mit Gott auch so verbunden. Das biblische Gebet, “Wie Brandopfer von Widdern und Stieren, wie Tausende fetter Lämmer, so gelte heute unser Opfer vor dir.” können wir für uns in etwa übertragen, “wie die Feier der Messe, das gemeinsame Gebet des Rosenkranzes oder des Kreuzweges, so gilt unsere Treue, unsere Nachsicht für einander, unsere Geduld und unser Gebet zuhause in deinen Augen.”

Ich bin selber geneigt, vieles zu tun, und versuche auch die jetztige Zeit zu nützen, um verstärkt in diesem Zweigespräch mit Gott zu bleiben.

Ich wünsche allen, dass es gelingt, das Schwere und Ungewisse dieser Zeit auszuhalten, aber noch mehr, das Positive an dem jetzigen Ausnahmezustand und den Maßnahmen zu sehen, nicht nur aushalten und durchhalten, sondern auch wachsen.

Pfarrer Joseph

Texte der Tageslesung aus dem Schottmessbuch, Dienstag der 3. Woche der Fastenzeit

Noch keine Kommentare

Sorry, the comment form is closed at this time.