Pfarre Cyrill & Method | Gedanken am Samstag 20.2.2021
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Gedanken am Samstag 20.2.2021

Gedanken am Samstag 20.2.2021

“Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst, wenn du den Sabbat den Tag der Wonne nennst, einen Ehrentag den heiligen Tag des Herrn, wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst, keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst, dann wirst du am Herrn deine Wonne haben…” (Jes 58, 13-14)

Die Coronazeit ist für much einer Wüstenzeit (weg von vielen vertrauten Alltags-dingen und Aktivitäten) oder Fastenzeit (Verzicht auf vieles) vergleichbar. In der heutigen Lesung fällt sehr die Ähnlichkeit mit einer “Sabbatzeit” — nicht aus dem Haus gehen, keine Geschäfte, etc. In diesem Fall aber ist es nicht nur ein Tag, sondern ein “Sabbatjahr”.

Worum geht es beim Sabbat? Nicht um ein Geschäft mit Gott, ein gewisses quid pro quo — ich gebe Gott einen Tag, und er gibt mir Glück dafür — sondern um Fokusierung auf das Wesentliche durch Abschaltung von anderen Dingen. Glück ist nicht ein Lohn, den wir dafür bekommen, dass wir Gott etwas leisten, an dem Sabbat “für ihn arbeiten”. Glück wird denen verheißen, die den Sabbat halten, weil unsere Herzen für die unendliche Liebe erschaffen sind, die in Gott zu finden ist.

“Sabbatjahr” ist auch schon ein biblischer Begriff. Diese Zeit diente vor allem der Ruhe und der Wiederherstellung von Gleichheit und Freiheit in der Umwelt und sozialen Ordnung, die Felder liegen ein Jahr brach und die Armen und Tieren dürfen davon essen, Schulden sollen vergeben werden und Schuldknechte freigelassen.

Soweit wir in dieser Zeit nicht ums Überleben kämpfen müssen — was für die Allermeisten stimmt — kann dieses (zweite) Coronajahr für uns eine Zeit sein, auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf Spiritualität (unsere Beziehung und Kommunikation mit Gott), auf eine ausgeglichene Lebenshaltung, auf die Achtung unserer Umwelt.

Ich finde den Begriff Sabbatzeit eine gute Weise, die mir bisher nicht so eingefallen ist, um diese Zeit von einer positiven Perspektive zu sehen.

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