Pfarre Cyrill & Method | Predigt am 6.12.2020, 2. Adventssonntag
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Predigt am 6.12.2020, 2. Adventssonntag

Predigt am 6.12.2020, 2. Adventssonntag

Gott der Herr wird kommen. Und es wird ein großer Freudentag sein.

(1) Jesajas Ankündigung galt für Gottes Zuwendung an sein Volk, das er aus dem Exil zurück führen würde, (2) sie gilt für die Ankunft Gottes in dem Kind von Bethlehem, (3) und für seine Ankunft bei uns.

„Bereitet den Weg des Herrn!“ ruft Johannes in der Wüste. Der trockene, fruchtlose Ort erfährt als erster Gottes Heil!

(1) Die Wüste erinnert an die vierzig jährige Wüstenwanderung, bevor das Volk ins Gelobten Land gelangten.

(2) Die Wüste symbolisiert auch das einfache Leben vom Johannes. Was er predigte – der Herr ist „stärker“, mächtiger, wichtiger – lebte er selber vor. Durch seinen Lebensstil zeigte er, gutes Essen und Trinken ist mit Abstand nicht das Wichtigste im Leben. Was zählt, ist die Verbindung mit Gott und die Werke der Nächstenliebe. Jeder Spinner kann irgendetwas erzählen, aber das Lebenszeugnis von Johannes machte seine Botschaft der Umkehr und eines Neubeginns glaubwürdig.

(3) Die Wüste kann auch für den Ort in uns stehen, wo wir Enttäuschung oder Leere empfinden. Für alles, was nicht sein kann oder darf. Dort will der Herr zu uns kommen, uns Heil und Hoffnung schenken! In der „Wüstenzeit“, die diese Pandemie für nicht wenige Personen bringt, können wir Gott begegnen und Hoffnung schöpfen für uns und unsere Welt.

Weihnachten müssen wir nicht „retten“. Weihnachten kommt, weil ER kommt. Und er kam und kommt nicht in eine Idealwelt, kuschelig umgeben vom Kerzenschein, einer sanfter weißen Schneedecke, Punsch und Weihnachtsbäckerei, sondern in die Welt wie sie ist, mit all ihren Schatten und Schwierigkeiten.

Weihnachten ist, weil Jesus ist, nur uns müssen wir vorbereiten, genau so, und noch mehr als wir unsere Wohnung oder Geschenke vorbereiten wollen.

Es ist möglich, ein tolles Weihnachtsfest zu gestalten, und innerlich leer zu sein, und es ist möglich, ganz allein ohne viel äußerliches Feiern zu sein, und das echte Friedenslicht, das Licht und der Frieden Jesu, im Herzen zu haben.

Ich lade zum Nachdenken und zum Austausch darüber:

Welche Vorbereitungen treffe ich oder treffen wir, dass der Frieden und die Hoffnung, den Mut und die Freude Gottes bei uns und in unserer Umgebung ankommen können? Wo braucht es vielleicht „Umkehr“, ein Umdenken im Umgang mit uns selbst, der Umwelt, mit anderen Personen oder mit Gott?

Wie bereite ich / wie bereiten wir den Weg des Herrn?

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