Pfarre Cyrill & Method | Predigt am 7.2.2021 – 5. Sonntags im Jahreskreis
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Predigt am 7.2.2021 – 5. Sonntags im Jahreskreis

Predigt am 7.2.2021 – 5. Sonntags im Jahreskreis

Kraft aus der Eucharistie

Jesus war sehr ansprechbar und erreichbar… er heilte viele, und sie strömten zu ihm. Er nahm sich aber auch immer wieder Zeit für Stille, für Gebet zu dem Vater. Wenn er den VATER vermitteln soll, muss er in Beziehung mit ihm leben.

Wir brauchen auch geistige Kraftquellen, um fähig zu sein, anderen spirituelle Kraft zu vermitteln. Dazu gehört auch die Begegnung und Gemeinschaft mit Jesus in der Eucharistie. Es ist sehr erfreulich, sechs Wochen nach Weihnachten wieder öffentliche Gottesdienste feiern zu können. Das ist sehr erfreulich. „Ohne den Sonntag können wir nicht leben“, wie es Christen in der Frühkirche formuliert haben. D.h. Ohne das eucharistische Mahl können wir nicht leben als Kirche.

Heilung vermitteln

Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt unseres kirchlichen Lebens… aber nicht das Ziel. Unser Ziel ist an sich nicht die Kirche so voll wie vor der Pandemie zu bekommen, sondern selber, von dieser Begegnung gestärkt, die frohe Botschaft zu bringen: Hoffnung, die aufblicken lässt, Liebe, die zerdrückten Herzen heilt.

In Jesus wollte Gott mit uns leben, solidarisch werden mit unserer Begrenztheit, unserer Schwäche, unseren Fragen, unserem Leid.

Die Nachfolger Jesu sollen fortan bei den Menschen mit all ihren Bedürfnissen, Leiden, Mühen und Ängsten sein, Heil und Hoffnung allen Menschen bringen.

Daher sagte Paulus: Den Schwachen wurde ich ein Schwacher… den Juden ein Jude, usw. Er versuchte in jeden und jede hineinzufühlen, mit ihnen zu fühlen und zu leben, damit sie auch umgekehrt den Glauben verstehen, wertschätzen und annehmen konnte, den er mitteilt.

Wir sind berufen, in den vielfältigen Situationen und Nöten bei den Menschen zu sein, mit ihren Bedürfnissen und Mühen, ihnen die frohe Botschaft erlebbar zu machen.

  • Aus den eigenen Reihen – Menschen die seit länger nicht da sind. Denken wir an sie? Fühlen wir mit ihnen? Sprechen wir sie an? Nicht mit der Frage „hast du denn so viel Angst vor dem Virus…“ oder so, sondern eher „Ihr geht uns ab… weil wir euch schätzen und ihr uns am Herzen liegen“

  • Manche, die von der Kirche enttäuscht sind, die die Kirche aktuell wahrnehmen als mehr fokussiert auf das körperliche Wohl als auf die Seele… die sich fragen, glaubt die Kirche nicht wirklich an Jesus als Sieger über den Tod, an den Vorrang der geistlichen Realitäten? … Nehmen wir sie ernst, verstehen wir ihre Anliege, oder schreiben wir sie als „Fundamentalisten“ ab?

  • In und außerhalb der Kirche: Menschen, die psychisch unter Einsamkeit oder den Stress ungewohnter Herausforderungen leiden… lassen wir sie spüren, dass sie nicht allein sind, dass sie uns wichtig sind, dass wir für sie da sind? Menschen, die Angst um ihre Existenz oder ihre Zukunft haben, sozial und wirtschaftlich… die seit vielen Monaten arbeitslos sind… Sprechen wir ihnen Mut? Und so gewünscht und sinnvoll – Rat oder Unterstützung?

  • In allen Gesellschaftsschichten, Menschen, die ernster als zuvor mit der Frage des Todes, aber auch dem Sinn des Lebens konfrontiert wurden. Ist an uns und an unserer christlichen Gemeinschaft sichtbar und spürbar, was für eine Hoffnung uns trägt, was für eine Liebe uns inspiriert?

Wenn es uns gelingt, dass sie die Kirche als einen Ort wahrnehmen, wo Gottes Liebe zu ihnen spürbar wird, bräuchten wir auch keine Sorge um Zuwuchs zu machen, wir müssten wohl eine Erweiterung an unserer Kirche bauen, um Platz für alle zu haben. Denn alle brauchen Gottes Liebe.

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