Pfarre Cyrill & Method | Predigt am Christkönigssonntag 22.11.2020
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Predigt am Christkönigssonntag 22.11.2020

Predigt am Christkönigssonntag 22.11.2020

„Gott kümmert sich um uns und mit uns“ – und dass hofft er auch von uns – so die Botschaft vom heutigen Fest.

Aus verschiedenen Ecken wird über diverses Versagen der Regierung in der Pandemie geklagt… auch über Einschnitte in diverse Menschenrechte… Proteste gab es z.B. neuerlich in Frankreich über das Verbot von Gottesdiensten. Klagen hilf manchmal, den Frust loszuwerden… Lassen wir es aber nicht beim Klagen bleiben.

Nach dem Propheten Ezekiel klagt Gott über leitende und führende Personen, die vorrangig auf ihr eigenes Wohl schauen, nicht auf das Wohl derjenigen, die ihnen anvertraut sind, und diejenigen, über die sie Einfluss ausüben.

Gott bleibt aber nicht beim Klagen. Er tut was für sie, für die Verlorenen, die Verletzten und Schwachen, aber auch für die Starken. Er sorgt für sie, wie es recht ist.

Auch beim Gericht, das Jesus schildert, ist das Entscheidende nicht Frömmigkeit, Gottesdienst, oder das Beharren darauf, „Gott ist der Herr“. Das Entscheidende ist, wie geht man mit denen um, die in Not sind. Es geht NICHT um Jesus – sondern um all Jene, die uns brauchen. Denn Jesus selber ist gekommen, nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Und das will er auch von uns.

Er stellt sich auf die Seite der Notleidenden, noch mehr, er identifizert sich mit ihnen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wenn wir nicht gemeinsam Jesus in unserer Mitte in der Kirche begrüßen können, können wir ihm dennoch begegnen – in den Schwestern und Brüdern, unseren Mitmenschen, IHM in ihnen Gutes tun.

Ich lade ein, nachzudenken, darüber bewusst zu werden: in wem begegnen wir Jesus… was tun wir bzw. können wir für ihn dabei tun ? Besonders in den „Geringsten“? (die Schwächsten, die Vergessenen usw.…) (Hier 2-3 Minuten zum Nachdenken und Austauschen)

Eine anschließende Anmerkung zum letzten Gericht: Wir werden alle überrascht sein. Alle, die nichts von Jesus wussten oder nicht an Jesus glaubten, werden mit Überraschung erkennen, dass sie im Dienen und Helfen von Menschen, dem Herrn Jesus gedient und geholfen haben. Aber auch wir Christen, werden überrascht sein, wie tief, wie echt, wie wortwörtlich und wahr es ist, dass wir Gott anschauen im Gesicht unseres Nächsten, und IHM in denen dienen.

Das Gericht ist ein Gericht der Liebe. Der Himmel die Begegnung mit Gott, der die Liebe ist. Die „letzten Dingen“, die im Glaubensbekenntnis bekennen – Tod und Auferstehung, Himmel und Gericht – fangen schon hier an, in der Liebe zu unserem Nächsten.

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