Pfarre Cyrill & Method | Predigt am Gründonnerstag 2021
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Predigt am Gründonnerstag 2021

Predigt am Gründonnerstag 2021

„Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.“

Er liebt sie… Der Inhalt seines Lebens: Gottes und Menschenliebe.

Er liebt sie… und zu lieben heißt alles zu geben, heißt, sich selbst hinzugeben.

Er gibt alles: Leib und Blut. Er schont sich nicht, hält Nichts zurück.

Leib und Blut. Das Da-Sein, das Leben. Mit dem lebendigen Leib sind wir präsent in der Welt, nehmen sie wahr, erfreuen wir uns an ihr, wirken auf sie.

Jesus gibt das alles hin, aus Liebe zu uns.

Das lebendige Brot, Jesus selbst, beinhaltet und steht für liebende Hingabe. Daher erzählt Johannes nicht von den Einsetzungsworten, “Nehmt und esst… das ist mein Leib“, sondern von der Fußwaschung. Das Brot, der Leib Jesu ist ein Liebesgeschenk an uns, und eine Liebesaufgabe für uns. „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.“
Das Mahl Jesu ist so sehr auf Liebe ausgerichtet, dass Paulus sagen kann, wer nicht die Liebe zu allen anderen bewährt, sondern nur zu einem bestimmten Personenkreis, feiert NICHT das Herrenmahl!

Das eucharistische Mahl macht uns zur Kirche. Wir empfangen das verwandelte Brot, Leib und Blut Jesu, und werden selbst verwandelt zu seinem Leib, seinem Da-Sein, seiner Präsenz in dieser Welt. Der Empfang dieses Liebesgeschenks befähigt uns, Liebe zu schenken.

Darum ist es auch gut und passend, unter normalen Umständen, vor und nach dem Gottesdienst Kontakt zu pflegen und ins Gespräch zu kommen. Unter den aktuellen Umständen bittet unser Bischof dringend darum, dass wir aus Rücksicht auf andere, in Respekt für den geltenden Einschränkungen und Solidarität mit allen, die diese tragen, es dabei zu lassen, den HERREN in seinem Sakrament anzubeten und ihn in dieser Form zu empfangen, und nicht nach dem Gottesdienst noch mit dem einen oder anderen zu plaudern. Das ist auch Zeugnis für die Anrainer, dass unser Gottesdienst für uns nicht einfach eine soziale Zusammenkunft, die wir wieder als Kirche privilegiert sind zu dürfen, sondern dass es um was Größeres und Tieferes geht – um die Liebe, die diese Welt und uns trägt.

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